Gut zu wissen
Ein Überblick über Hashimoto Thyreoiditis

Was ist Hashimoto-Thyreoiditis?

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise körpereigenes Gewebe angreift – in diesem Fall die Schilddrüse, wodurch es zu einer Entzündung und Zerstörung der Schilddrüse kommt.
Wichtig zu wissen:

Hashimoto-Thyreoiditis ist nicht gleichzusetzen mit einer Schilddrüsenunterfunktion.
Eine Unterfunktion ist lediglich ein Symptom, das auch bei anderen Schilddrüsenerkrankungen auftreten kann.
Es gibt zwei Hauptformen:
Atrophe Form – die Schilddrüse wird kleiner
Hypertrophe Form – die Schilddrüse vergrößert sich

Der Verlauf und die Ausprägung der Krankheit sind sehr individuell.
Von symptomlosen und schwachen bis hin zu sehr belastenden Krankheitsverläufen ist alles möglich. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Auch Kinder können erkranken, besonders in Familien, in denen Hashimoto bereits vorkommt.

Bei Hormonumstellungen im Körper wie in der Pubertät, nach Schwangerschaften und in den Wechseljahren, bricht die Erkrankung häufig aus.

In vielen Fällen können durch eine geeignete Behandlung, die Symptome beseitigt werden.

Oft wird durch Schilddrüsenhormone völlige Beschwerdefreiheit erreicht. In anderen Fällen bleiben Krankheitserscheinungen trotz Behandlung bestehen. Hier braucht es andere und individuelle Unterstützung. Zurzeit ist Hashimoto Thyreoiditis nicht heilbar. Sie ist eine chronische Krankheit, das heisst länger andauernd. Somit braucht der chronische Krankheitsverlauf viel Geduld und Kraft.

Hormonelle Einstellungen brauchen ebenfalls viel Ausdauer, Geduld und Kraft, da die Wirkung der Hormone mit Verzögerung verbunden ist.

Symptome – vielfältig, individuell, oft diffus

Die Hashimoto Thyreoiditis kann zu Beginn auch in eine kurzzeitige Überfunktion münden (sog. Hashitoxikose), ehe sich die stärker werdende Unterfunktion entwickelt. Oft führt die Hashimoto Thyreoiditis jedoch auch direkt, dass heisst ohne beginnende Überfunktion zu einer Unterfunktion.

Mögliche Symptome der Unterfunktion
Müdigkeit, allgemeine körperliche Erschöpfung
Nackenschmerzen und Verspannungen
Hoher Blutdruck mit langsamem Puls unter 70, selten tiefer Blutdruck
Herzstolpern, Herzrasen, unangenehmer Herzschlag– oft in Ruhe
Haarausfall
Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
Trockene, struppige, stumpfe und glanzlose Haare
Atemnot bei Belastung
Druck am Hals, Heiserkeit, Schluckstörungen, Räuspern
Blässe
Gereiztheit
Augenringe, Unterlidschwellungen morgens
Wassereinlagerungen um die Augen und die Wangen, geschwollene Finger morgens
Gewichtszunahme trotz unveränderter Ernährung
Frieren, niedrige Körpertemperatur
Depressive Verstimmung, Depression, Ängste, Panikattacken
Verstopfung, Blähungen
Schwitzen vor allem am Oberkörper in der zweiten Nachthälfte
Heisse Füsse nachts
Schwindel
Zyklusstörungen / Ausbleiben der Periode
Schuppende und juckende Kopfhaut, schuppende Augenbrauen
Aufwachen in der zweiten Nachthälfte
Libidoverlust
Karpaltunnelsyndrom (kribbeln der Hände und Unterarmen nachts)
Nachlassendes Hörvermögen, Ohrgeräusche, Sehstörungen
Mögliche Symptome einer Überfunktion
Herzklopfen, Herzjagen
Hoher Blutdruck
Nervosität, Reizbarkeit
Muskelschwäche, Muskelschmerzen
Zittern der Hände
Schlafstörungen
Schwitzen, feuchtwarme Haut
Heißhunger und Durst
Gewichtsverlust trotz gutem Appetit
Weicher Stuhlgang
Zyklusstörungen (unregelmäßig, verstärkt oder ausbleibend)
Symptome der Immunerkrankung

Nebst den Schilddrüsenfehlfunktionssymptomen können Beschwerden auftreten, die durch das fehlgeleitete Immunsystem hervorgerufen werden. Die Erkrankung ist Grundaktiv und kann in Krankheitsschüben verlaufen.

Die Symptome können wie folgt aussehen:

Gelenkschmerzen (v. a. Finger, Knie)
Muskelschmerzen (ähnlich wie Muskelkater, ohne Sport getrieben zu haben)
Krankheitsgefühl ähnlich wie bei einer Grippe
Erhöhte Infektanfälligkeit (Viren, Pilze, Bakterien)
Verdauungsprobleme, Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit
Schmerzen in der Schilddrüsengegend, Schluckstörungen, Heiserkeit
Hautveränderungen
Selten Fieber
Trockene Schleimhäute (Sicca-Syndrom)
Lymphknotenschwellungen
Verhärtungen von Muskeln, Sehnen – v. a. Nacken, Schultern, Hinterkopf
Lipödeme, Lipome, Hämangiome
Blutarmut
Kloßgefühl / Schleimansammlung im Kehlkopfbereich
Erschöpfung, allgemeine Schwäche
Ernährungshinweise bei Hashimoto Thyreoiditis
Wer Glutenfrei isst, braucht in der Regel weniger Schilddrüsenhormone. Vielen mit Hashimoto geht es besser wenn sie Gluten reduzieren oder ganz weglassen.
Jod vermeiden – vor allem bei einem Schub
Soja ist ein No Go

Gemüsesorten, die mit Vorsicht zu geniessen sind, vor allem roh, weil sie Enzyme enthalten, die die Kropfbildung unterstützen und die Schilddrüse noch stärker bei der Arbeit behindern.

Brokkoli
Weisskohl
Grünkohl
Blumenkohl
Rosenkohl
Kohlrabi
Steckrübe
Senf
Rettich
Brunnenkresse
Hirse
Fazit
Es gibt einige klassische Symptome bei Ärzten, bei denen die Schilddrüse in Betracht gezogen wird – und trotzdem werden leider häufig Erkrankungen übersehen und somit wird keine wichtige Therapie begonnen. Wertvolle Zeit vergeht. Die Zerstörung der Schilddrüse schreitet dadurch noch schneller voran.
Ich habe es selbst erlebt.
Die meisten Ärzte, haben meiner Meinung nach, einen sehr beschränkten Blick, für diese komplexe Krankheit und sie sind fast ausschliesslich TSH gläubig (Oberwert der Schilddrüse, kein Hormon). Bei Laboruntersuchungen wird bei Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung meist nur der TSH- Wert bestimmt, was meiner Meinung nach eine Katastrophe ist. Zudem sind die TSH-Referenzwerte bis 4,5 viel zu hoch.
Somit werden die Betroffen einfach alleine gelassen und nicht ernst genommen
Für eine Diagnosesicherung / Diagnoseausschluss ist ein Ultraschall der Schilddrüse unerlässlich
Körper, Seele und Geist gehören zusammen und sind ganzheitlich zu betrachten. Es ist meistens nicht damit getan, täglich eine Hormontablette für die Schilddrüse einzunehmen- ich habe es selbst erlebt.
Wichtig ist auch der Blick auf: Ernährung, Darm und Nebennieren und natürlich die Schildrüse
Fühlst du dich angesprochen?

Kennst du einige dieser Symptome? Fühlst du dich von Ärzten alleine gelassen?

Du musst da nicht alleine durch und du bist auch nicht «verrückt» oder «bildest» dir alles nur ein, oder musst dich zusammenreissen und dann geht es dann schon.
Willst du mehr erfahren und/ oder wünschst du dir Unterstützung?

Ich begleite dich gerne mit Herz, Erfahrung und Verständnis.
Melde dich einfach bei mir – ich bin für dich da.

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